Gehaltsbänder

  • Gehaltsbänder sind ein Instrument der Personalpolitik einer Organisation. Sie dienen als Rahmen, der die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens für bestimmte Tätigkeiten definiert.
  • Gehaltsbänder können als Grundgehaltsbänder oder Zielgehaltsbänder definiert werden. Ich empfehle Gehaltsbänder für das Grundgehalt zu modellieren und eine variable Vergütung zusätzlich oben drauf zu gewähren.
  • Sie dienen als Entscheidungshilfe für die Bestimmung der Gehaltshöhe einzelner Mitarbeiter und helfen dabei Entscheidungen zu objektivieren und gegenüber verschiedenen Akteuren zu legitimieren.

Modellierung von Gehaltsbändern: Midpoints und Bandbreiten

  • Ein Gehaltsband wird typischerweise um einen Midpoint herum modelliert. Entweder werden Minimum und Maximum der Bandbreite symmetrisch abgeleitet, z.B. +/- 20% oder asymmetrisch angelegt, z.B. -10% / +20%.
    Diese Modellentscheidung hängt von der Vergütungsphilosophie der Organisation ab.
  • Gehaltsbänder werden idealerweise an Wertigkeitsstufen, z.B. Grades aus einer analytischen Stellenbewertung oder unternehmenseigene Level gekoppelt.
  • Die Höhe des Midpoints hängt ab von der Verteilung der Ist-Gehälter auf dem jeweiligen Grade, dem Vergleich zu einem definierten Perzentil im Marktvergleich, z.B. dem Median sowie allgemein der Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit der Organisation.
  • Die Höhe der Midpoints steigt üblicherweise von Grade zu Grade. Diesen Anstieg nennt man Midpoint-Differential. Die Differentiale unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen und hängen ab von der Breite der Bänder, der Ist-Vergütung der Mitarbeiter sowie der geplanten Soll-Differenzierung, die in einigen Jahren erreicht werden soll.
  • Üblich ist eine Überlappung der Gehaltsbänder.

Bestimmung der Position im Band

Die Vergütung von Mitarbeitern orientiert sich

  • auf der individuellen Ebene an der erbrachten Arbeitsleistung, am Engagement und Potential,
  • am Anspruch an eine interne Verteilungsgerechtigkeit beim Vergleich der Vergütung von Kolleginnen und Kollegen mit analogen Tätigkeiten und vergleichbarer Leistung,
  • auf der Marktebene am Einkommen von Arbeitnehmern anderer Unternehmen in vergleichbaren Positionen (Gehaltsbenchmark)